ENDE IM GELÄNDE

05März2014

Hier wird es absofort keine Blogeinträge mehr geben, da ich die 50MB Speicherplatz für die Bilder ausgebraucht habe und nun Geld bezahlen müsste.

Die Fortsetzung gibts hier:
http://marievsneuseelandvsmarie2.auslandsblog.de/

Ganz viel Spaß und .. naja, momentan hänge ich mal wieder einen Monat hinterher mit erzählen aber .. ich werde mich aufraufen und weiterberichten :)

Mir gehts gut, Neuseeland ist langsam eine Heimat geworden. Ich kenne hier Leute, ob national oder international, weiß was zu tun ist in welchen Situationen etc :))

Liebst, Marie 

WWOOFen in Stratford

19Jan2014

Ihr Lieben............ ich habe einen mörderischen Sonnenbrand am Arsch! Ich kann kaum sitzen! Freue mich schon auf den hässlichen Bikiniabdruck. Scheiß Strand. Scheiß Sonne. Dummes Marie. Dammit eh. Aber irgendwann, bzw gestern, hatte ich einfach mal keinen Bock mich von oben bis unten mit Sonnencreme einzucremen. Das habsch nu davon.. dazu aber später.

Letztes Mal hatte ich mit unseren Hitchhikeanfängen gestoppt. Wir wollten am Freitag starten um irgendwann am Samstag in Stratford anzukommen. Ich wollte das WWOOFingangebot unbedingt annehmen und 2 Tage Zeit für eine nicht allzu lange Strecke schien auch machbar. Durch rumgemembel kamen wir aber erst 3pm am Freitag ausm Arsch, mussten noch nen Berg hoch latschen (mit Backpacks) und starteten dann gegen 4 endlich mitm hitchhiken. 
Es gab zwei Routen nach Stratford: eine durch den Süden, über Wanganui und eine durch den Norden. Die Route im Süden war ungefähr 2h länger als die durch den Norden, dafür war diese aber sehr befahren. Die Route durchn Norden schien eine Touristenstrecke zu sein, quasi ein Auto aller 30min. Mir wars egal, ich wollte so schnell wie möglich dahin, also entschied ich durchn Norden zu hitchhiken. Nunja, hätte ich mal lieber auf Lukas gehört, der fürn Süden war....

Nach ca. 45 Minuten Daumen raushalten in Taupo hielt ENDLICH eine junge Frau an, welche uns ans andere Ende der Stadt Richtung Turangi bracht. Turangi liegt im Süden des Lake Taupo und ab dort teilen sich quasi die Straßen Richtung Süden oder Norden. Daumen raus und nach knapp 10min hielt ein Truck an! Ein verdammter Truck! Vollbremsung, Zeug hinten rein hiefen und ab ging die wilde Fahrt nach Turangi. Der Typ hatte gefrorene Chickens geladen, die er, soweit ich das verstanden habe, auf Supermärkte verteilen musste. War schon ein Erlebnis, dieses "im Truck fahren". Gegen nunmehr halb 7 stiegen wir dann in Turangi ausm Truck und wussten nicht mehr weiter. Unsere Entscheidung fiel darauf, bis ca. halb 8 weier zu versuchen in die nächste Stadt Taumarunui zu hitchhiken. Anderenfalls wollten wir uns ein Hostel suchen und am nächsten Tag weitermachen. Es hielt natürlich kein Auto an, also BBH-Karte rausgesucht, Hostel rausgesucht, losgelatscht. Aufm Weg dahin haben wir einen Maori nachm Weg gefragt. Der brachte uns schließlich zu einem Hostel, was auch von BBH war, aber nichtmal in der Karte stand. Dort waren alle Wände bunt bemalt. Alles war ganz einfach zusammengebastelt worden, aber es war so heimelig und zauberhaft. Wir bekamen ein Doppelzimmer für 21$ pro Person.. HAMMERGEIL! 

Nächster Tag, nunmehr Samstag der 11.Januar, standen wir um 8 auf und waren um 10 an der Straße. Daumen raus, doch die Enttäuschung ging weiter. Es dauerte verk**** 45min um einen Lift zu einer großen Straßenkreutzung zu bekommen. Dort standen wir nun wieder, alleine irgendwo im nirgendwo. Autos kamen aller 5min mal zwei vorbei.

Da standen wir nun... Unser Truck nach Turangi im Hintergrund Taupo

30 min warten und wir wurden von einem älteren Pärchen mit nach Taumarunui mitgenommen. Dort brachten sie uns direkt an die "Ausfahrt" zum FORGOTTEN HIGHWAY, der letzten Straße Richtung Stratford. Es war Nachmittags um 2, wir hatten nur noch 150km vor uns. Die Laune stieg. Doch nach 1h warten .. war diese Phase auch wieder vorbei.  ZUM GLÜCK kam dann aber ein Mann vorbei, der einen kleinen Bus fuhr. Im Tal des Forgotten Highway gibt es eine Gleisstrecke, auf welcher man mit kleinen Golfkarts, die einen Motor besitzen, das gesamte Tal abfahren kann. Die ganze Strecke nach Stratford dauert glaub 6h. Auf jeden war dieser Mann dafür verantwortlich, die ganzen Touristen, die in Taumarunui gestartet sind, wieder einzusammeln und sie zurückzubringen. Hammergeil, wir hatten einen Lift für 3/4 des Wegs, nicht eingequetscht, mega entspannt.

Busmensch Von den Bergen hinuter in den Jungle... ..und zurück rauf auf die Berge. Schlechte Quali da durchs Fenster gefotet Der kleine romantische Railway

Dann kamen wir an einem Pub an, in welchem die Touristen rausgeworfen werden. Es waren noch ca. 22km bis Stratford und wir saßen an einem Touristenpunkt im nirgendwo fest. Der wunderbare und nette Busfahrer ging dann in den Pub und fragte rum, ob jemand zwei armen Backpackern einen Lift nach Stratford geben könnte. Plötzlich ging alles ganz schnell und unsere Sachen wurden in einen alten alten Chevi geworfen. OH MEIN GOTT. OH MEIN GOTT !!! Es war wunderschön.
Aufm Weg nach Stratford machten wir noch eine 40minütige Pause bei Freunden von den Männern, ich konnte meinen WWOOF-Menschen kontaktieren und Lukas bekam ein Bierchen.

Vorm Pub Drei vorne, drei hinten! :D Pause in der Garage einer Motorbikeverrückten Familie! :D

Und dann kamen wir in Stratford an. WIR HATTEN ES TATSÄCHLICH GESCHAFFT! Es war wie als würde einfach allles von mir abfallen, kein Zeitdruck mehr, keine Angst mehr, nichts einfach. Ich machte Lukas noch klar im Garten der Familie zelten zu dürfen und dann wurden wir auch schon von Chris abgeholt. Chris ist der Mensch, dem die Maple Farm gehört, auf welcher ich eine Woche verbringen sollte. Er ist geschieden, hat 4 Kinder und 270 Kühe, 2 Hunde und eine Katze. Weiterhin ist er Motorradfahrer. 
Wir kamen an und es gab Abendbrot: SCHNITZEL MIT ERBSEN UND KARTOFFELN! HIMMEL AUF ERDEN!  Wir lernten eine deutsche WWOOFerin kennen, die aber eh am nächsten Tag verschwinden wollte. Weiterhin die beiden kleinen Söhne Kaylan (12)  und Jack (10) und Jo bzw Josephin aus Kanada. Sie ist auch 18 und .. ist eine Art Austauschschülerin, nur das sie Highschool schon beendet hat und hier für Chris arbeitet. Creepy, würd nicht gern als 18jährige für 7 Monate mit kackenden Kühen durcharbeiten.
Totmüde gings ins Bett.

Nächster Tag, Sonntag, Frühstück bekommen und ab gings auf ne kleine Wanderung den Mt. Taranaki halb hoch. Vorher kam noch eine neue WWOOFerin an, Maija aus Finnland. Wir machten uns Lunchwraps und ab gings. Lukas durfte Pick Up fahren, beladen mit der Deutschen, der Finnin, einem der Söhne und mir. Chris fuhr mit einem seiner Söhne aufm Motorrad. Die Wanderung-gigantisch schön. Durchn Jungle gings zu einem kleinen Wasserfällchen, zauberhaft.

vl.nr. Kaylan, Jack, die Deutsche, Maija aus Finnland und Chris Lunchtime

Dann gings zurück, Chris brachte die Deutsche und Lukas in die Stadt und ich blieb allein zurück :D nun konnte es losgehen.

 Also, hier gibt es wie gesagt Kühe. Diese werden jeden Tag zweimal gemolken, einmal frühs um 6 und einmal nachmittags um 4. Es gibt zwei Aushilfkräfte, Jo, die Kanadierin, und Shawn, komisches weibliches Wesen. Eine WWOOFerin melkt frühs, die andere nachmittags. Maija und ich haben uns jeden Tag abgewechselt. Die, die frühs melkt, muss abends kochen. Manchmal waren wir 6 Leute, manchmal sogar 9 Personen. Mein Essen hat bisher allen geschmeckt. Ansonsten musste ich hier nicht wirklich arbeiten. Ich durfte Pick Up fahren, ich durfte mal einen kleinen SWIFT fahren, ebenfalls einen kleinen alten Peugeot. Chris hat mir das Quad fahren beigebracht und ich durfte ein kleines Motorrad fahren, welches meinem Moped ähnlich ist. Dadurch ging das ohne Probleme.
Vorm Melken werden die Kühe zum Melkhäuschen getrieben. Es macht sooo Spaß mit dem Quad über die Wiesen zu heizen, die Kühe rumzutreiben oder auch kleine Kälbchen in verschiedene padocks zu treiben. Es ist so herzerwärmend, ich habe mich so frei und wunderbar gefühlt. Vom Wohnzimmer der Farm kann man auf den Berg Mt. Taranaki schauen.
An einem Abend waren wir bei Chris´Mutter und haben paar Heuballen weggeräumt und wieder lecker Essen bekommen.

so Rückweg Eselchen bei der Omaline :D
Einkaufen: wir kaufen für alle zusammen ein, ich muss nichts für irgendwas bezahlen.
Ich räume höchstens mal die Küche oder das Wohnzimmer oder das Bad auf, ansonsten häng ich im Bett rum oder wir machen kleine Aktivitäten oder schauen Filme. Jo und ich lieben beide Disneyfilme und deshalb haben wir vor kurzem Abends "Frozen" gestreamed und vorgestern "tangled", was Eisköniging und Rapunzel sind. Wir haben so herzlich gelacht und ich liebe Jo einfach :D Sie ist so der hammer.

Einmal haben wir auch Abends Navi CIS geschaut. Dort gibts diesen einen heißen Schauspieler. Ich wollte so sagen, das er gut ausschaut und habe nur das Wort "handsome" in meinem Köpfchen gefunden, wollte ja auch bissel höflich sein. Ich also so"he is a pretty handsome dude" und Jo nur so ganz trocken "well, he is motherfreakin´hot". Ich musste soooo lachen, da Englisch also doch so einfach sein kann! :D

Paar Eindrücke:

Stratford Chris musste was erledigen, ich hab mir Chips und Nuggets geleistet. Und Cooola! *_* Mein bzw Unser WWOOFerzimmer Die Hauptstraße von Stratford... ziemlich niedlich :D Mount Taranaki ausm Garten gefotet Traumhaft Die kleine TJ macht jagt auf die Viecher :D die Ladies auf ihrem Weg.. langsamer geht kaum :D Chris und Jack, meinem Lieblingssohn :D Melkhäuschen Die Finnin, Chris und DAS QUAD

Wie ich schon bei Facebook geschrieben hatte, wurde ich vor kurzen beim Melken vollgekackt.Man sieht aber nichts mehr in Gesicht oder Haaren. Jo hat mir nur kurz den Wasserschlauch übers Gesicht gehalten weil ich weiterarbeiten wollte.

Risch schön reingeschissen die Mistkricke

Achja, die Kühe eh.. soooo dumm! Die sind nur am rumglotzen, am rumkacken, am rumscheißen, amrum...irgendwassen. So "lustige" Tiere, kannste stundenlang beobachten. Kuh schaut Kuh an würde meine liebe gute Mutterkuh jetzt sagen!

Melken ist im allgemeinen ne ziemlich lustige Angelegeneheit. Wir lassen immer das Radio plärren. Eine Kuh braucht 7min um ca. 20l Milch abzugeben. Man hat die Kühe links und rechts von sich auf einer Art Podest stehen und verteil dann von der Mitte aus die Pumpdinger. Wenn man den Finger reinsteckt, in ein Pumpding, merkt man die Bewegung, die nomalerweise vom Kälbchen betrieben werden. Die Euter sind mega warm und auch die Milchschläuche werden ganz warm. Finde ich beeindruckend wie sie jeden Tag Unmengen an Milch produzieren können.
Manchmal steht zwischen den anstehenden Kühen auch ein Bulle, weil noch nicht alle schwanger sind. Die Kühe werden liebevoll Ladies oder Girls genannt und wie kleine Diven benehmen sie sich auch sehr oft.
Das Highlight beim Melken ist immer das Scheiße wegmachen danach. Man kriegt einen großen Gartenschlauch in die Hand und ab gehts! Herrlich! Große Pampe machen und das zählt als Arbeit-ein Traum!

Am Samstag (18.) war ich mit Jo für zwei Stunden am Strand in New Plymouth und der Sand war einfach mal schwarz. Jo meinte, wenn man einen Magneten hat setzt sich der gesamte Sand an diesem fest. Es hat nicht wirklich was mit Asche sondern den kleinen ionischen Bestandteilchen zu tun.. muss mich deshingehend nochmal genau informieren.

Am 20. gehts ab nach Wellington und am 21. dann ab auf die Suedinsel. Der Abschied von Jo und Jack wird glaube unschön.

 

Bleibt mir ja gesund und fahrt alle vorsichtig, ihr lieben Daheimgebliebenen!

Taupo

15Jan2014

Ihr Lieben,

gerade hatte ich einen soo schönen Post geschrieben, extra ausgeschmückt, fünfmal durchgelesen etc und dann läuft mein momentaner Boss übers Kabel und zieht meinen Computer aussa Steckdose. Ich könnte schreien, es passiert andauernd. Egal, ob ich die Posts gleich online oder in einem Word Document schreibe, ich muss es meistens ein zweites Mal schreiben. I hate it!

Jetzt ist meine anfängliche Begeisterung verflogen und der Post wird langweilig. Motherfu****, ich hasse es !:D

Auf jeden hatte ich damit begonnen, dass ich etwas wehmütig werden. Ich vermisse das Shoppen Zuhause! Ich vermisse meinen vollen Kleiderschrank, ich vermisse die Auswahl an Klamotten und Schuhen. Ich vermisse die Milkaschokolade, die faulen Tage/Abende aufm Sofa vor einem deutschsprachigen Fernseher, ich vermisse es gute Säfte trinken zu können! Ich vermisse das gute, nein beste Essen von Muddi und Omma! Ich vermisse die Partyabende, die nächtlichen Neustadterlebnisse und Lästereien mit den ganzen tollen Menschen. Ich vermisse es jetzt schon mich beim Krank sein von Mutti pflegen zu lassen. Ich vermisse die Prügeleien mit meinen ganzen kleinen Verwandten, ich vermisse die Geburtstagsfeiern mit meiner Familie. Ich vermisse den Tzaziki! Ich hätte manchmal gern einen geregelten Alltag, ein Zuhause jeden Tag, ein heimatliches Gefühl. Aber am meisten vermisse ich mein Bett. Mein wunderschönes Bett. Mein hammergeiles weiches Bett. MEIN BETT. Die Kissen, Decken, Bücher auf ihm. All das ist zu Luxusgütern geworden, auf die man verzichten kann.  Luxus Luxus Luxus, gebt mir trotzdem, manchmal, selten, diesen Luxus! Anscheinend bin ich doch mega verwöhnt. Ich träume nun des öfteren von meinem guten deutschen Alltagsleben, vermisse es aber nicht jeeeeden einzelnen Tag. Es ist nur ne Phase, isch schwöre eh! Wirklich! WIRKLICH WIRKLICH!!

Wenn Lukas und ich auf Reisen sind geben wir nicht viel Geld aus. Unser Frühstück besteht aus Haferflocken mit Milchpulver samt Wasser, das Mittagessen tendiert bzw wird ausgelassen und abends gibt es Nudeln mit Nudeln und Nudeln.Wir leben in seinem Zelt, wobei wir da halb übereinanderliegen müssen, dadurch, dass wir so viel Gepäck haben.Aber mit einem lieben Menschen an der Seite lässt es sich natürlich gut aushalten. Und mit einem lieben Menschen teilt man natürlich auch gern den Platz des mit heiligen Schlafes... genauuuu, natüüüüürlich. Aber man ist hier echt glücklich mit dem was man hat. Dieses Gefühl finde ich wunderschön. Wir leben am "Existenzminimum", aber es macht unglaublichen Spaß. Dennoch .. auf Nutella mag ich nicht verzichten! Es ist teuer, aber.. es ist mein Luxusgut! Ohne geht gar nicht! Oder ohne Cookies. Gott, erlebt mich nicht mit Hunger und ohne Cookies! Armer Lukas, muss sich immer mein Hungergejammer anhören..höhö.. :D

Aber, ich hör mal mit dem Gejammer auf und berichte von den wuuuunderschönen Erlebnissen der letzten Tage. Wie das klingt, voll die Pussy eh.. meine Güte, bin ja selber über mich erschrocken! :D


Taupo meine Freunde! Taupo Taupo Taupo! Diese Stadt hatte mich 6 Nächte in seinem Griff. Angekommen, bei KFC eingefallen und dann Isarn an einem Highway rausgeschmissen, damit er nach Rotorua hitchhiken konnte. Mein mütterliches Herz blutete, der arme kleine Isarn, allein draußen in der bösen Welt. Hier gibts viele kleine Halbwüchsige, die ich am liebsten alle in meinen Armen halten und vor der großen Welt beschützen möchte. Sie stehen verloren vor Waschmaschinen, Küchen und Supermarktregalen. Sie scheinen trollig, naiv, klein. Es ist zu herrlich das mit anschauen zu dürfen.

Nachdem wir Isarn seinem Schicksal überlassen hatten, begaben wir uns auf Schlafplatzsuche. Wir peilten verschiedene Häuser mit großen Gärten an und wurden nach kurzer Zeit auch herzlich von Mitzwanziger-Maoris aufgenommen. Da es Samstagabend war stand eine schöne Fatsche an, zu der wir auch eingeladen wurden. Nachm Abendessen sind wir also in die Garage gestiefelt, wurden mit Free alcohol begrüßt und befanden uns nach einem mega witzigen Trinkspiel auf ihrem Level. Wir, unter gefühlten 30 Maoris, alle lachend, labernd... unglaublich!
Am nächsten Tag verließen wir, nach ausgiebigen Duschen natürlich, gegen 3 das Grundstück und trafen uns mit Linda und Kerstin in Taupo, spazierten bissel am See entlang und fuhren dann zu einem freien Campingground. Ich Dussel hab natürlich vergessen diesen zu fotografieren.. Auf jeden blieben wir auf diesem zwei Nächte, bzw die Mädels eine Nacht früher und eine länger.

Hübschi Der See bei aufkommendem Mistwetter Fressmeile von Taupo, direkt am See View auf den See

6. Januar, Spontanentscheidung: Tattoo. Ich hab dann während unserer laaangen Bibliotheksitzung ein Studio gegoogelt, dies mit den Menschen aufgesucht und einen Termin fürn nächsten Tag bekommen. Ansonsten haben wir nichts wirklich sinnvolles betrieben.

7. Januar dann, holy shit sag ich nur! Kerstin musste an diesem Tag einen Gutschein für einen Bungeesprung einlösen und ich stand vor meinem ersten Tattoo. Die Kerle brachen auf eine 3-4tägige Wanderung auf und schmissen mich frühs an einem Hostel raus, da "ich" nun ja kein Zelt mehr "besaß". 12:30 dann.. Tattoostudio "punktured".. ich hatte Schiss. Großen Schiss! Riiiiesige Angst.. und später dann höllische Schmerzen, Linda und Kerstin haben mir aber sehr geholfen und ich habe alles super überstanden. Fest steht: gebt mir meeeeehr davoooon! Mehr Tattoos, sofort! :D

..shiiiiittttt Da hatte Eine Spaß! :D Erstes Zweites

Daaaann kam das andere, größere Highlight des Tages: der Bungeesprung! Kerstin hatte Angst, Linda und ich einfach nur Respekt. Knapp 45m freier Fall mit Höhenangst. Ich hätte den Gutschein-macher warscheinlich umgebracht oder ihn sein Leben lang verfolgt :D
Aber sie hats durchgezogen, es sah hammergeil aus und danach strahlte sie bis über beide Ohren. Die anfängliche Panik wandelte sich ganz schnell in "ich will nochmaaaaal" um! Hammergeil! Linda und ich waren stolz wie Bolle!

Da musst du runter Mäusel :D Sie lacht noch.. Ab dem Punkt gabs kein zurück mehr! :D Perfekte Sprungaussichten eh! Los gehts, glaub sie lacht vor Panik! :D Diese Aussicht eh! Da fliegt sie ! :D

Hammertag, Adrenalin pur!

Am nächsten Tag gingen die Mädels auf Wandertour, ich blieb im Hostel und wartete auf meinen vom See zurückkehrenden Kerl. Er kam schneller als gedacht, also war ich nicht lange allein. Doch während meines Hostelaufenthalts alleine habe ich sooo viele coole Menschen kennengelernt, so viele Nationen und Jahrgänge, unglaublich!
Mit Lukas blieb ich dann noch eine Nacht im Hostel und die nächste Nacht gings wieder auf den freien Campingplatz, wobei wir bei einem laaaaangen Biboaufenthalt auf Jessi, Jenni und Isabel aus der Hideaway sowie auf Sylwan trafen. Sylwan nahmen wir mit zum Campingplatz, bzw wurde er zum Packesel umfunktioniert, da wir zuuu viel Essen gekauft hatten. Wir haben uns mal was geleistet... muss auch mal sein.. :'D

Aufm Campingplatz angekommen, nachm guten Platz umgeschaut und SCHWUPS stand plötzlich Jannik, ebenfalls Hideaway, vor uns. Aaaaalter, so viel Zufall kanns gar nicht geben eh! :D
Nachm Essen sind Lukas und ich noch aufgebrochen um die nicht weit von uns befindlichen Haruka fallls zu besichtigen. Ausm Lake Taupo kommt ein Fluss. Dieser Fluss ist an einer gut 100m langen Stelle plötzlich sehr schmal,wodurch natürlich das Wasser gestaut wird und es zu Auswaschungen an den Felsen kommt. Dieses süße Phänomen wurde dann Haruka falls bezeichnet. Schön wars, aber auch bissel sinnlos.

Nach oben blickend Nach unten blickend Ende 

Blabla, sind dann Abends nur noch ins Zelt gefallen.

Paar Tage zuvor hatte ich über die Wwofingagentuer ein Angebot für einen wwoofingplatz bekommen. Wwoofing heißt, das man ca. 4h täglich auf einer organischen Farm arbeitet und dafür Essen und Unterkunft direkt in der Familie bekommt. Mein wwoofingplatz sollte sich an der Westküste befinden, hieß ca. 5h Hitchhiken. Ich fragte Lukas, ob er mich nicht dahinbringen wöllte, da er eh nach Wellington im Süden wollte. Hieß zwar Umweg für ihn aber auch neue Eindrücke und kein Risiko, dass ich Unterwegs verloren ginge. Er willigte ein und wir waren sehr optimistisch diese Etappe innerhalb 2er Tage schaffen zu können. Als wir dann aber am nächsten Tag erst gegen 3 aufbrachen und keinen Lift bekamen schmolz die Zuversicht.. doch dazu später mehr.

Nun bin ich auf der wwoofingfarm in Stratford. Lukas hockt in Wellington, der Rest der Rasselbande auch. Berichte später wieder, muss gleich für die Familie kochen!

Liebe!

 

Neujahr in Gizzi

09Jan2014

Ihr Lieben, wieder einmal sitze ich in der library von Taupo und versuche alle Ereignisse zurück in mein Köpfchen zu bringen um sie euch mitteilen zu können.

Bevor wir mit der neuen Märchenstunde beginnen, schaut euch bitte dieses Video an! Malte ist unser kleiner Videokünstler. Seine Videos sind unbeschreiblich schön. Bei jedem ersten Mal Anschauen sitzen wir alle mit einem weit geöffneten Mund vor dem Laptop. Unglaublich
Das hier zeigt viele Schauplätze an denen ich auch gewesen bin sowie die ganzen lieben Menschen dort undundund. Enjoy!

So, haste enjoyed? Wenn ni, gleich nochma anluggiluggi machen! Unbedingt! Wirklich!

Ich bin stehen geblieben bei unserer Ankunft in Gisborne aka Gizzi am 31.12.2013.
Kurz nach unserer Ankunft am Campingplatz haben wir all die anderen Menschlies aus Kerikeri wiedergetroffen, wobei viele noch gefehlt haben. Da wir all unser Essen aufgebraucht hatten haben wir T&L´s Auto bekommen und sind zu Pack´n Save gefahren. Ich selber bin bis zum Ausgang des Campingplatztes gefahren und Lukas den Rest. Mein erstes Mal Auto fahren auf der falschen Seite UND ich habe es geschafft auch wirklich auf der falschen, für mich typisch deutschen Seite zu fahren. Ein mir entgegenkommendes Auto hat das komischerweise mitgemacht und es hat lange gedauert bis mich Lukas mal darauf hingewiesen hat dass ich ja links fahren muss.
Am office haben wir dann Kerstin, Linda und Jannik getroffen und die auch gleich noch zum Einkaufen mitgenommen. Am Pack´n Save saßen dann auch Jessi, Jenni und Sylwan, jedoch konnten wir nicht alle aufeinmal mit zurück nehmen.

Die Hälfte unseres Einkaufs bestand aus Alkohol. Abends sind wir, alle kleinen Babygermans aus der Hideawaylodge in Kerikeri, zum Strand aufgebrochen. Da bei jedem der Pegel ordentlich war und es dunkel war sind wir torkelnd durch die Straßen von Gizzi gestapft. Logisch: wir haben uns verloren. Nach gut 1 1/2h kam dann endlich der Strand in Sicht, nur war ich mit Kerstin, Sven und Lukas allein. Durch eine falsche Beschreibung sind wir dann am Strand in die falsche Richtung gelaufen und mussten somit zu viert das neue Jahr begrüßen. Gegen halb 1 kam dann plötzlich der Rest der Mannschaft in Sicht und das neue Jahr wurde abermals begrüßt.
Silvester am Strand-cool! Nur mit Feuerwerk haben sies hier nicht so. Muss auch mega teuer und teils auch verboten sein, keiiiiine Ahnung.

Am Tag darauf, am 1.1.2014, gabs dann aber ein Feuerwerk für uns. Gegen Viertel 10 Abends stand plötzlich die gesamte Stadt auf den Straßen und betrachtete ein gigantisch schönes Feuerwerk, ähnlich wie unser Stadtfestfeuerwerk jedes Jahr. Es war zauberhaft!

Ich liebe meine Kamera :)

Den Tag über haben wir allesamt gegammelt. Unsere jeweiligen Gemütszustände muss ich wohl nicht weiter erläutern. Gegen um 5 haben wir uns dann mal aufgerappelt, einige sind Angeln gefahren, wir sind wieder zum Strand. Dieses Mal sind wir aber nicht gelaufen, sondern haben eine Hitchhikecompetition gemacht. Glaub Lukas und ich haben gewonnen, könnte mich aber auch irren. Dort haben wir dann wieder rumgegammelt und aufs abendliche Feuerwerk gewartet.

Ich taufe es auf den Namen  So sah das neue Jahr aus als ihr noch im alten feststecktet   Spaß mit der Kamera      Der Müll der Spielerei.


Am Morgen des 1.1. haben wir fast alle den ersten Sonnenaufgang der Welt verpennt. Da wir nun aber Abends am Strand saßen konnten wir bzw konnte ich wenigstens den ersten Sonnenuntergang der Welt sehen... immerhin.. :D  

Am 2. Januar war dann der ganze Zauber der vereinigten Hideaway auch schon wieder vorbei, da wir alle aufbrachen um, wiedereinmal, neue Ufer zu erkunden. Zuerst begaben wir uns alle jedoch zur Bibliothek um freies Wlan abzugreifen. Da der 2. Januar aber ein Feiertag ist hatte diese natürlich zu. Fast niemand hatte noch irgendeinen passablen Akkuzustand auf irgendeinem technischen Gerät, also war die Internetsession nach kurzer Zeit beendet. 
Tom, Isarn und Sylwan (v.l.n.r.) machten sich dann auf um mit Jonglieren etwas Geld zu verdienen. Dieses glückte sogar. Ansonsten gingen noch paar zum Kathmandu (Outdoorladen), welcher Sale hatte und kauften sich Angeln oder anderen Kleinkram.

Gisborne, Zentrum Der alltägliche Hitchhikewahnsinn

Mit einem ganz lieben Lift gings dann für Jannik, Lukas und mich hinaus aus der Stadt zum Highway. Nextes Ziel war ein freier Campingplatz ca. 90km von Gisborne Richtung Süden. Dort wollten wir uns dann mit T&L samt Isarn sowie Sylwan und Malte treffen, einfach um dort ein Nächtchen zu bleiben. 

Richtung.. Backpackerstyle: was tun wenn eine Packung Toast zu groß ist? Zerqueeetscheeen
Angekommen, aufgebaut, zum Strand gelaufen und WUSCH: der ganze Strand war 1. menschenleer und 2. voller Treibholz, welches perfekt durchgetrocknet war. Die Jungs flammten alle innerlich auf und so wurde beschlossen eine Nacht länger zu bleiben, diese jedoch am Strand in einer selbstgebauten Burg zu verbringen.

13km Schotterstraße aufm Dach, ahu Ich hatte noch nie ein Bild von einem Schaf aus Neuseeland.. O.o Das Maskottchen unserer Burg barbarisch Küche Schlafzimmer
Um nicht alles erklären zu müssen... schaut euch Malte´s Video an:

 

Eigentlich wollte ich in den folgenden Tagen mit Lukas, Sylwan und Jannik um einen See latschten. Da ich aber rumgekränkelt hab hat mir Lukas organisiert, dass ich mit T&L´s Van samt Isarn nach Taupo fahren konnte. Hälfte der Strecke durfte ich fahren, doch nach gut 45 Minuten wurde ich auf einmal mega müde sodass Luci mich ablösen musste. Die Straßen hier, bzw die Highways, führen meist geradeaus oder haben keine anderen spannenden Hindernisse inbegriffen. Meine Müdigkeit erklärt sich durch eine Nacht am Strand auch von ganz allein.
Benzinprobleme gabs auch, doch nach einigen anderen Schwierigkeiten kamen wir dann abends, allesamt fast gestorben vor Hunger, in Taupo an.

Nun steht meine 6. Nacht in Taupo an. Mehr über Taupo schreib ich aber später, bin die Bibo langsam satt! :D

Ganz viel Liebe in die Heimat! 

Über Cromandel nach Gisborne

07Jan2014

Ihr Lieben, das Internet läuft, die Tastatur glüht. Endlich wieder Zivilisation, "endlich" mal wieder Strom und damit funktionstüchtiges Internet! Und warmes fleischbeinhaltendes Essen!

Diese Tortur began als wir am 26. aufgebrochen sind um die Welt zu erkunden. Besser gesagt trennten wir uns, alle von der Lodge. Viele hatten ihre Jobs beendet und hatten nun genug Geld um endlich die Weiten von Neuseeland zu erkunden. Für mich wars zwar nur ein 2-Wochen-Job und paar kleinere Sachen aaaaber bissle Geld ist schon rausgekommen.
Am 26. sind Luci, Lukas, Tom, Isarn und ich aufgebrochen um das Abenteuer zu suchen.. Wir haben uns mit dem Van auf den Weg nach Gisborne gemacht, welches an der Ostküste liegt, währenddessen wir uns zu Beginn am nördlichen Zipfelchen befanden.

Von Kerikeri gings Richtung Süden. Vor Whangerei, irgendwo, machten wir Halt an einer wunderschönen Bucht, gingen kurz ins Wasser und fuhren nach ca. 2h weiter. Da wir frühs natürlich mal wieder nicht ausm Arsch gekommen waren, war es demzufolge auch schon recht spät und der Plan war nun gegen 8 eine Schlafmöglichkeit zu finden. Neben dem Van besaßen Isarn, Lukas und die Vanbesitzer je ein Zelt, heißt genug Schlafmöglichkeiten.
Gegen halb 8 verließen uns Kräfte und Vollegefühl und wir fuhren einen Berg hinauf Plötzlich standen wir jedoch vor einem illegalen Müllberg. Noja.. wildcampen ist nicht direkt verboten, also  Zelte aufgebaut, gegessen und schon war der Tag wieder beendet.

Das Häufchen Müll wird begutachtet

Nächster Tag,nächste Erlebnisse: hinter Auckland wurden Lukas und ich dann an einem Highway rausgeschmissen da unsere Gisborne-Erreichungs-Pläne etwas anders verliefen.. bzw Lukas`Pläne verliefen anders, ich war planlos und bin hab mich einfach an ihn drangehangen. So muss das als Marie, wird sich nie was ändern! :D

Von Bombay (höhöhöö) gings für uns Zwee dann nach Thames, natürlich via hitchhiken. Hitchhiken ist Trampen.. man streckt den Finger oder ein Schildchen raus und wartet bis man mitgenommen wird. Während meines gesamten bisherigen Aufenthalts klappte es immer ohne Probleme und man trifft auch nur nette Menschen!

Von Thames, was schon fast auf der Coromandelhalbinsel liegt, wurden wir dann von einem Polizisten aufgesammelt und mit nach Taurangi genommen. Meine nächsten Beschreibungen funktionieren am besten mit nebenliegender Neuseelandkarte, weil wir teilweise echt lange Lifts bekommen haben!
In Taurangi, welches sich schon an der Ostküste befindet, mussten wir dann ca. 1h auf unseren nächsten Lift warten, da die einzige große Straße wegen einem großen Unfall ne Weile gesperrt war. Aber dann du, dann gings ab... ein junger Kerl gabelte uns auf und brachte uns direkt nach Hot Water Beach an den Campingplatz. Der war uns nun aber zu teuer, also nisteteten wir uns kurzerhand in ein schnuckeliges kleines B&B ein. In diesem B&B bekamen wir für den gleichen Preis wie auf dem Campingplatz viel mehr Luxus, Betten etc. Denn dort hatten wir hammerweiche Betten, Kochmöglichkeiten, eine Dusche und ein Klo (Hammergeil *.*) und wir hatten es nicht weit zu dem berühmten Strand. An diesem Strand kann man bei Ebbe, welche momentan abends gegen 9 und nochmal frühs irgendwann ist, Löcher in den Strand buddeln. Wenn man diese tief genug macht kommt da Badewannenwarmes Wasser heraus. Man setzt sich dann in diese sogenannten Hot Pools, schaut die Sterne an und chillt hart. Leider kann man sich bei dem Wasser auch sehr easy verbrennen, da die Temperaturen sehr schaukeln und in die Höhe gehen können. Zusammenfassend waren wir gegen 5 Nachmittags im B&B, haben fett Abendessen gemacht, unsere Langsamkeit ausgelegt und sind dann gegen 10 an den Strand und haben uns in ein fremdes Loch gesetzt, da wir in unseren eigensbegebuddelten Löchern kein warmes Wasser finden konnten. Wunderschön, wie eine Freiluftbadewanne!

Taurangi Unser wunderschönes B&B bei einer kleinen Omi Im Wohnwagen wurde gekocht, im Container geschlafen Unser halbes Leben, hatten die unnützen Sachen bei T&L im Van gelassen Hot Water Beach bei Tag. An einer Stelle alles voller Touristen... ... der restliche Strand war menschenleer!

Lukas und Ich sind zusammen die wohl lahmarschigsten Menschen der Welt! Unsere Aufsteh-und-Losmachzeiten tendierten stets von 11 auf 12/13 Uhr.
Am nächsten Morgen wurden wir von dem Sohn der B&B-Inhaberin mit nach Hahei, dem Nachbarort, genommen. Dort durften wir unser Gepäck in einem Supermarkt abstellen und sind dann zur Cathedral Cove gelatscht. Verdammte 3h Hin&Zurück, nur weil man, ähnlich wie in Deutschland, die Wege ja nicht grade durchn Busch bauen kann. Neeeee, halb im Urwald gehts plötzlich ewig lang bergauf auf grüne Wiesen, um dann 20min weiter wieder hinuter in den Busch zu latschen. Die Cathedral Cove war dann auch noch total Touristenüberlaufen, aber wir hatten unseren Spaß und unsere nötige Bewegung! :D

 Eine Sekunde fast ohne Menschen erwischt  Wunderschöner Weg Als wir dann eeeeendlich zurück waren.. Am Strand von Hahei

Ab dann wurde es kompliziert. Mit einem kleinen Lift gings für uns zur Straßenkreuzung vor Hahei. Mit dem Nächsten zur Straßenkreuzung vorm Hot Water Beach und mit dem Dritten dann endlich weg, ab nach Thames!
Es dämmerte langsam, dunkle Wolken zogen auf. Die Laune sank, die Müdigkeit kam auf.
Glücklicherweise hatten wir dann von Thames noch einen Lift nach Coromandel Town hoch, unserem eigentlichen zweiten Tagesziel, welches wir jedoch etwas aus den Augen verloren hatten. Der Typ, der uns den Lift gab, wollte so spät abends noch auf den Geburtstag eines Kumpels. Diese späte Entscheidung wurde zu unserem Glück! Lucky ones! Wieder ab durch die Berge waren wir dann gegen halb 7 in Coromandel. Als wir uns, total abgekämpft, nach dem freien Campingplatz umschauten, sprachen uns zwei Damen an, was wir denn täten und ob wir einen Schlafplatz bräuchten. Bei ihrem Alter trifft alt trifft nicht ganz zu, aba auch nicht jung. Sie hatten ein Häusel gemietet und boten uns das kleine Gartenstück davor zum campen an. Kaum hatten wir das Zelt aufgebaut wurden wir schon zum Dessert in ihr Haus eingeladen. Dort saßen dann noch zwei kleine Omis, wir tauften sie, alle zusammen, unsere Sexandthecity-Omas! Später bekamen wir dann noch Schinken ( hammer!) und originalen Schweizer Emmentaler und Brot, dazu endlich mal guten neuseeländischen Wein undundund.

Ankunft in Coromandel Town Baby macht Abendbrot :)) Riesige Keule samt Käääääse Traumhafte Omalocation

Gegen 12 Uhr Mittags sind wir dann wieder losgekommen und hatten den Port Jackson DOC Campingground als Tagesziel. Von dort sollten wir dann zwei Tage später von Guilia (HideawayLodgeKerikeri) abgeholt und nach Gisborne gefahren werden. Das sich die Pläne ändern sollten wussten wir noch nicht und machten uns ersteinmal erfrischt und vollgefressen aufn Weg. Mit dem ersten Lift kamen wir in ein kleines Dorf namens Collville. Von da an, ungefähr, wurde die Straße einspurig und eine Schotterpiste. Vorher wurden wir aber noch von einem Pärchen eingesammelt, welches auf ebend dem Campingplatz Neujahr verbringen wollte. Zur besten Nachmittagszeit kamen wir dann auf dem ausgebuchten Campingplatz an. Dank den zwei Omis am Empfang bekamen wir dann ein kleines Stückchen Wiese direkt am Meer-der beste Platz des gesamtes Campingdings, unserer Meinung nach! Bilder dazu gibts auch auf Instagram!
Später nun aufn Berg gekrackselt, bei bester Aussicht Nudeln mit Tomatensoße gekocht, Sonnenuntergang genossen. Dann kamen wir zum Zelt, ich schaute auf mein Handy und da stand dann, dass uns Guilia leider nicht mitnehmen könne. Wir beide waren mega schockiert, da die Aussicht auf wegkommen von dem kleinen Stückchen Nichts so gut wie unmöglich erschien. Lukas hat dann aus Frust Workout gemacht und wir sind einfach nur depri ins Bett gefallen.

Colvilles´Feuerwache.. würd mich ja nicht sicher fühlen Das Dorf im nirgendwo. Unser Weg ins nirgendwo, am Arsch der Welt. Irgendwann gabs da nichts mehr außer.. das..! Doch dann kam die Schotterpiste an der Küste hoch zum Port Jackson! Gigantisch! Port Jackson DOC Campingplatz Aussicht ausm Zelt

Am Morgen bzw am Mittag stellten wir uns dann, pessimistisch wie eh und je, an die Straße, an die Holperpiste, an die einspurige Schotterstraße.. irgendwo, zwischen Bergen und einem einzigen Campingplatz... neben Weiden.. und Meer.. und so gut wie kaum Verkehr.. egal, irgendwann bekamen wir dann tatsächlich einen Lift zurück nach Colville-die Laune stieg.  

Von Colville gings nach Coromandel-die Laune war gigantisch! Von Coromandel mit zwei Französinnen nach Thames-Holla waren wir gut drauf !!! Von Thames dann via Opa samt nagelneuem BMW ca. 7km nach Korpu. Dort stiegen wir aus und sahen schon von weitem zwei Hitchhiker. Prima, Konkurrenz!!
Beim näheren Betrachten stellte sich dann raus, dass es Jessi und Jenni aus der Hideaway waren, ebensfalls aufm Weg nach Coromandel. Wir Weiber fingen natürlich an zu schnattern und zu erzählen. Durch Zufall hielt dann sogar ein Auto an welches uns 4 mitgenommen hat. Lukas hat den Fahrer unterhalten, wir haben einfach nur die gesamte Fahrt auf Deutsch durchgeschnattert.Ziemlich unfreundlich, aber es tat soooo gut all die Eindrücke und Erlebnisse mal loszuwerden! Es ging bisnach Paetearo.
Aufm nächsten Lift hatten wir unseren ersten Maori (bis nach Waihi). Dort wurden wir dann von Richard aufgegabelt, dem besten Liftgeber ever! Er fuhr uns über 2 Stunden bis nach Matata, graste dann mit uns alle campingplätze ab(alle voll) und nahm uns schliesslich mit zu sich in seinen Garten nach Ohope hinter der großen Stadt Whakatane. Dort bekamen wir dann vegetarisches Essen von seiner Mutter gekocht, durften Duschen etc. ca Drei Wochen vorher wurde in Whakatane ein deutsches Pärchen von einer Gang maorischer Jugendlicher "überfallen" und krankenhausreifgeschlagen. Deshalb wollten Richard und seine Mama nicht das wir genau dort wildcampen. Die gesamte Ostküste der Nordinsel wird überwiegend von Maoris bewohnt. Richard zählte in seinem "Dorf" als der weiße Maori. Ziemlich cool! Dort sammelten wir die ersten positiven Eindrücke von den Maoris.

Ohope mit einem der angeblich schönsten Strände Neuseelands! Gassi gehen mit Richard und seinen Hunden am nächsten Morgen. Riesentöle! Eines der Zeichen Neuseelands!

Innerhalb eines Tages hatten wir es nun von Port Jackson nach Ohope geschafft, was laut Google Maps ca. 320km ausmachte. Vor uns lagen nun noch gut 2 1/2h. Die absolvierten wir mit zwei weiteren Lifts, wobei uns der erste nur bis zur nächsten Stadt brachte, der Zweite dann aber in einem ca. 2h Ritt in einem wunderschönen Audi A4 endete. Wir erreichten Gisborne in einer Zeit die wir uns nie erträumt hätten. Nachdem uns Guilia abgesagt hatte hatten wir Neujahr mit der ganzen Kerikerifamilie sogut wie abgeblasen.
Gegen Nachmittag erreichten wir dann vor Gisborne einen Campingground, dazu aber später! Ersteinmal-Gute Nacht meine Lieben! :) 

Christmas at Hideaway Lodge

28Dez2013

Meine Lieben, die Zeit rennt, es ist unglaublich!
Heute ist der 6. Januar und ich muss über Weihnachten posten, genauuu.

In Neuseeland wird Weihnachten am 25. Dezember begangen und der 26. Dezember ist der sogenannt boxing day. An diesem Tag haben ganz viele große Geschäfte gigantische Sales. Aus diesem Grund feiern viele Kiwis auch Weihnachten am 25. und beschenken sich dann am 27.
Am 24. haben wir kleinen babygermans trotzdem die alte Tradition bewahrt und Christmaseve gefeiert. Frühs haben wir uns alle geknuddelt, uns fröhliche Weihnachten gewünscht und sind mit einem ausgiebigen Frühstück in den Tag gestartet.

 Sven,M,Lukas,Luci,Malte,Tom,Isarn,Arne,Andi

Dann wurde der provisorische Weihnachtsbaum, getarnt als Palme, geschmückt und Weihnachtsplätzchen gesnacked. Das arme Bäumchen hatte ne Menge Gerassel zu tragen!
Wuuuunderschön! Ein Teil der lieben Hideawayfamilie!

Später dann, um Mittag rum, sind wir alle samt in eine wunderschöne Bay gefahren und haben den restlichen Tag am Strand verbracht. Nudelsalat und Reissalat wurde gemacht, Bier eingepackt und dann gings zum kühlen Nass. An Weihnachten war ich nun zum allerersten Mal richtig im Meer schwimmen, einfach nur verrückt!
Wir haben gechillt, gequatscht und dank unserer Weihnachtsmützen erschienen wir wenigstens in weihnachtlicher Stimmung! :D

 ..mal keine Landschaft mehrDown to the Bayside :D WEIHNACHTEN 2013 IN NEUSEELAND   Die Familie  Grüße gehen bzw gingen an die Heimat!:) Mein Herzchen    FRESSIFRESSI

Abends haben Luk(c)as und Tom für mich mitgekocht. Was es gab weiß ich nicht so genau, aber es war Schwein in einer .. Weinsoße.. und Kartoffeln.. oder so.. normalerweise sollte es auf schweizerische Art sein, aber die Jungs waren nicht so begeistert. Ich fands mega lecker, endlich mal was richtig Gutes und Leckeres!
Später dann, gegen 1 Uhr nachts, haben wir die Bescherung durchgeführt. Einige waren vorher in der Kirche in Kerikeri wodurch sich das alles hinausgezögert hatte! Brandon spielte den Weihnachtsmann, da der lange Bart schon vorhanden war. Geschenke wurden verteilt, die Augen wurden größer und das Lachen wurde breiter! :D

Abendessen dlx Die Bescherung!

Ansonsten verlief der 24. für die Kiwis ganz normal.
Am 25. dann war großer Weihnachtsfeiertag. Alle Geschäfte, auch die Supermärkte, hatten endlich mal geschlossen. Wir hatten vorher 10 Dollar für das große Weihnachtsfressen bezahlt und gegen 13 Uhr begann dann auch das große Fressen. Es gab Chicken, Schwein, Wild, Kartoffeln, Erbsen, Möhren.. aaaaallllllles was wir uns normalerweise nicht leisten können! Im Anschluss gabs noch Desserts! OH MEIN GOTT waren wir alle vollgefressen und überfüllt. Es war soooo wunderschön zu essen was man will und so viel man will. Schliesslich war noch so viel übrig dass wir all unsere Tupperboxen holten und diese mit Fleisch und allem anderen vollhauten. Von den Boxen konnten wir gut 2-3 Tage leben. 10 Dollar für all das Essen UND Bier UND Cola.. Paradies ist noch untertrieben!
Von dem riesigen Buffet und unserem Essen habe ich leider keine Bilder, aber stellt euch einfach ca., 50 vollgefressene, angetüdelte Menschen vor, die alle um den Pool herumliegen und sich die Bäuche halten. oder einfach weiter Trinkspiele machen .. Lachend

Komisch ist, dass überall zu Weihnachten einfach nur gefressen wird. Enschuldigt bitte dieses Wort, aber besser kann man es nicht beschreiben! Es wurde gestopft, getrunken... gefressen!  

 

Roadtrip

25Dez2013

Ihr Lieben, ganze 9 Tage musstet ihr ohne mich leben! Menschenskinder bin ich egoistisch!

Die Ereignisse überschlagen sich (Quote:Ulli), die Zeit rennt.

Allgemeine Informationen:

Ich wurde am Freitag, dem 20. Dezember, mit den Worten „Marie, u dont have to come back tomorrow or any other day“ bei den Strawberries gefeuert. Ich habe mich ehrlich gesagt gefreut, weil mir dieser Job absolut keinen Spaß mehr gemacht hat. Zu viel bücken, zu viele Erdbeeren, eine zu grympige Chefin, zu zeitiges aufstehen und zu wenig Lohn haben dazu beigetragen.
Das Wetter ist gigantisch. Die Sonne scheint ab ca. 7 Uhr und brennt dir alles weg, egal ob Sonnencreme oder nicht. Momentan habe ich ein verbranntes Stupsie, aber ansonsten bräune ich langsam. Kurze-Hosen-Abdruck und Tshirtabdruck inklusive, denn nur sex(y) sells!!
Ich vermisse das gute heimische Essen. Da ich nie Ideen zum kochen habe und in den Supermärkten nur ratlos vor den Regalen stehe ist noch kein wirklich guter Ernährungsplan rausgekommen. Jetztmal gabs Fanta im Angebot für nur 1 Dollar, also gabs 3 Tage Fanta .. ich werde mit einem verdorbenem Magen und mit 20kg extra wiederkommen.
Die Liebe läuft ebenfalls. Ich bin sehr glücklich mit meinem Ollen (höhö) und wir reisen auch bald zusammen bissel umher. So können die Dinge laufen und das auch noch in Neuseeland.
Ich hatte letzte Woche einen dreitägigen Nebenjob auf einer Kiwiplantage und musste mich jeden Tag indirekt von meinem Chef anmachen lassen. Wir haben Grafting betrieben: man schneidet bei der weiblichen Kiwipflanze den oberen Teil schräg ab und macht dann den Teil einer anderen Pflanze obendrauf und wickelt Tape zum stabilisieren und fixieren drum. Warum man das macht habe ich nicht direkt durchschaut bzw. „akustisch“ nicht verstanden, aber ich glaube das dadurch neue Sorten entstehen. Ich habe unglaublich viel Geld dafür bekommen ein paar Pflanzen zu tapen, mit meinem Chef zu labern und in der Sonne zu hocken. Da er nach jeder zweiten Pflanze eine Raucherpause einlegen musste sind wir nicht wirklich vorran gekommen. Aber hey, das ist der Neuseeländische Stil! Auch wenn ich selber ein Chiller bin .. irgendwann ging sogar mir das ganze Pausegemache aufn Keks! Mir ! MIR !!! :DD (würde jetzt zu gerne das Lachen meiner Mama sehen!:D)
Weiterhin habe ich meine ersten Erfahrungen mit neuseeländischem Gras gemacht. Falls jemand weitere Infos braucht einfach schreiben!
In der Hideawaylodge kann man nur mit kaltem Wasser waschen. Jede Woche wasche ich meine ganze verdammte Unterwäsche mit der Hand, alles einzeln und sorgfältig.. ich will das nicht die nächsten 10 Monate so machen müssen, hoffentlich kommen wieder bessere Waschmaschinenzeiten!
Auf der Lodge gibt es ein Double von mir! Rote Haare, etwas kleiner, Sommersprossen… angeblich heißt sie Maria und kommt aus Dresden, aaaaaaber das wäre irgendwie gruslig! Außerdem war ich zuerst da! Bitchblicke verteile ich fleißig, doch leider ist sie ne echt Nette! Egal, so viel Zufall geht mal gar nicht klar.
Hitchhiken funktioniert auch ohne Probleme! Ich bzw. wir werden zwar fast nur von Männern mitgenommen, aber bisher ist noch nichts passiert. Jeder lädt dich zu Weihnachten oder Neujahr ein. Hammer nette Menschen, einfach überall. Es ist so unglaublich! Man wird einfach irgendwo von den Kiwis angesprochen und wird mit drei Worten in ein gigantisches Gespräch verwickelt. Jeder interessiert sich für dich, egal ob du der 200. oder 500. Deutsche bist den sie in ihrem Heimatland antreffen.

Momentan ist es gegen zwei Nachts, ich sitze in meinem Zimmer. Lukas hat den Laptop auf seinem Bauch, Ulli sitzt über mir im Hochbett, Elisabeth darf Sven in ihrem Bett willkommen heißen und wir wurden auch schon von zwei besoffenen Franzosen besucht. Eine normale Nacht in unserem 6-Beddorm, in welchem normalerweise nur Elisabeth und ich leben. I´ll miss it!

Das eigentlich interessante ist aber unser kleiner Roadtrip gen Norden gewesen. Wir wollen über viele Buchten hoch zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseeland, und an der Westküste wieder runter fahren
Sonntag (22.) gings gegen 11 los bzw waren wir gegen 12 mit Einkaufen und den anderen „Vorbereitungen“ fertig. Tom und Lucas stellten ihr Auto, sammelten Jenny und Linda aus Chemnitz und mich ein und ab ging die Fahrt. Ihr Auto ist ein Zweisitzer samt Matratze zum pennen, heißt wir Weiber hockten gut 400km lang hinten drin. Liegend und immer halb schlafend.
Die Route führte durch viele kleine Küstenorte. In einem davon machten wir unseren ersten kleinen Stop, Cable Bay genannt. So wie auf den Bildern sahen viele von den kleinen Orten aus durch welche wir durchgefahren sind.

Blümchen für Oma und Muddi Linda Tom Meine wird auch bald da schwimmen

Dann gings weiter auf die Karikarihalbinsel. Zuerst machten wir uns in den Osten auf zu einer Bay mit M.

Wir stiegen aus und schauten auf eine wunderschöne Bucht mit breitem weißen Strand, hügeligem Backround und türkisblauem Traumwasser.
Jeder ging seinen eigenen Weg Richtung Wasser, jeder genoss einfach die Atmosphäre, die Wärme, den Geruch des Wassers. Es war magisch, weil die Farben komplett unwirklich erschienen.

Jenny, Linda und Tom sowie der Eingang zur Bay rechts hinten hinten links ist der Wal dann fast gestrandet 

Da es nach Mittag war gingen wir zum Auto um unsere kleinen Snacks zu holen. In diesem Moment kam eine Frau zu uns und erzählte, dass Wale auf dem Weg in die Bucht waren. Würden wir noch 5 Minuten warten könnten wir sie sehen. Unsere Herzen schlugen glaub alle höher, weil Wale sehen.. wer sagt da nein. Wir gingen vom Auto zurück zum Strand und plötzlich schrie jemand „Look, Orcas!!!!“ Am Eingang der Bucht waren nun 3 oder 4 Rückenflossen zu sehen, 2 große und der Rest kleine. Immer wenn sie Luft holten kamen die Orkas, natürlich, weit heraus um Luft zu holen und man sah die schwarze und weiße Färbung. Sie machten ihren Weg durch die Bucht und unser aller Gesichter strahlten. Orkas! Zufällig in einer random Bucht! Keine Planung, reine Natur! Orkas in der Natur! Manche Menschen bezahlen Unmengen an Geld um welche zu sehen und wir haben einfach so Orkas gesehen. Wie gesagt, sie zogen ihre Bahnen durch die Bucht und kamen nun zum dem Eingang gegenüberliegenden Stück Sandstrand. Plötzlich steckte einer fest, man sah ihn am Horizont kämpfen. Einer schien gestrandet zu sein. Lucas fragte „Was macht man in so einer Situation?“ und im Chor war unsere Antwort „Hinrennen und reinschieben“. Gesagt, getan, alle aufgesprungen und losgerannt. Irgendwann hatte sich das Walileinchen aber wieder entheddert und sie drehten weiter ihre Bahnen. Es ist gigantisch die Rückenflossen zu sehen, einfach den gesamten Rücken, die bloße Schönheit dieser gigantisch großen Tiere.
Irgendwann waren sie dann verschwunden und wir waren alle einfach nur geschockt. So viele Endorphine kann man glaub in nur wenigen Momenten ausschütten. Die Walbilder sind von Lucas.

der perfekte Schnappschuss

Wenn man an dieser Bucht über einen kleinen Hügel lief kam man in die Nachbarszwillingsbucht, welche fast genau so aussah wie die Erste und auch fast genauso groß war. Unfassbar, zwei riesige Buchten nebeneinander, beide fast komplett ohne Menschen.

Wir stiegen wieder ins Auto und fuhren an die Westküste der Halbinsel. Da wir ja im Auto lagen konnten wir nicht so viel wie die beiden vornesitzenden sehen. Das Auto blieb stehen, ich schaute hoch und -wuuusch- ein gigantischer Blick über einen kilometerweiten Sandstrand bot sich. Nach ausgiebigem Viewwatching sind wir dann runter an den Strand und es war .. überwältigend. Ein riesiger Strand, sicher 3km lang, strahlender Sonnenschein, absolut keine Menschen außer wir fünf Nasen und perfekt gefärbtes Wasser. So stelle ich mir das Paradies vor, vollkommen, unberührt, zauberhaft.

Paparazzo rechte Seite linke Seite unbeschreiblich schön An diesem Ort habe ich das erste Mal realisieren können dass ich mich nun wirklich in Neuseeland befinde, dass ich diese Bilder nie wieder aus meinem Kopf bekommen kann und das die Welt so wunderschön einsam sein kann. Lucas´Bild von Linda am Strand .. Worte können das niemals beschreiben!

Ich war einfach glücklich. Man sitzt am Strand, schaut umher und denkt an nichts. Ich habe einfach genossen, die Luft eingesogen und mich komplett frei gefühlt. Für sowas bin ich nach Neuseeland gekommen.

Es war nun gegen halb 6 als wir wieder starteten.

Auf dem vorherigen Bild ist diese Halbinsel nichtmal draufgewesen und wir wollten noch nach ganz oben.
Während der Fahrt sind wir Mädels hinten schön weggepennt und haben laut den Kerlen viel Natur verpasst, welche ich aber auf der Rückfahrt angeschaut hab, weil Luci pennen wollte und ich putzmunter war.

Nun ging es also hoch zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands.Kurz vor dem Erreichen unseres Zieles machten wir Halt auf einem kleinen Aussichtspunkt. Man sieht den "Urwald" Neuseelands fast neben den Küsten- und Strandgebieten. Diese Aussichten mit der Kamera einzufangen ist fast unmöglich.

Das Cape Reinga  wird von einem Leuchtturm geziert. Auf dem Wasser sieht man wie die beiden Ozeane aufeinandertreffen, Pazific und .. genau der.. ebend..
Wir waren gegen 8/halb 9 da und konnten einen der schönsten Sonnenuntergänge überhaupt anschauen. Leider hatte es sich sehr zugezogen und es war bitter kalt.

Auf dem Weg zum Leuchtturm, Standardbild für bei allen Backpackern! Küstenregionen vom Feinsten Diesiges Wetter und Kälte Auf dem Rückweg Kletteraffen Ahoibild nach Vorlage von Josy, die eine Klasse über mir und letztes Jahr in Neuseeland war Die Dynamosticker dürfen natürlich nirgendwo fehlen.

Langsam wurde es dunkel und wir begaben uns Richtung Campingplatz, welchen die Kerle vorher herausgesucht hatten. Wir fuhren eine kurvenreiche Straße hinunter, durch einen Wald, hinein ins nirgendwo. Unten angekommen bot und dann der Blick auf eine weitere Bucht und einem wunderschönen kleinen Campingplatz mit Zelten und Vans. Tom&Luci hatten sich an diesem Tag noch ein 40-Dollar-Warehousezelt gekauft, wodurch zwei im Van und drei im Zelt pennen konnten. Wir alle waren mega ausgehungert, bauten schnell das Zelt auf und hockten uns trotz energischem Wind um den kleinen Gaskocher samt Wasser für Nudeln mit Dosentomatensoße. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatten wir dann endlich was Warmes im Bäuchlein. Mittlerweile war es Nacht und wir konnten wieder den gigantisch ausgefüllten Sternenhimmel bestaunen. In dieser Bay habe ich 3 Sternschnuppen gesehen, wobei man hier in 5min viel mehr sehen könnte.
Die Nacht war gut, nicht zu hart nicht zu kalt. Am Morgen bot sich dann die wahre Schönheit dieser kleinen Bucht.

Straaaaaaaaand wunderschöner Wellengang an diesem Morgen

Das letzte Ziel unsere kleinen Reise war der Ninty Mile Beach, quasi ein Strand welcher 90 Meilen lang ist. Man kann diesen auch mit dem Auto befahren, doch dafür was uns das Auto zu schade. Der Sand ist so fein dass er schon die besten Autos zum Stillstand gebracht hat.
Aus diesem Grund sind wir zum schönsten Stück gefahren. Dort befinden sich riesige Sanddünen, vorgelagert bis auf mindestens 1km vor der Küste. Wieder so eine.. Landschaft die man einfach nicht in seinen Kopf, in seine Vorstellung hineinbekommen kann. Es ist unwirklich, man steigt aus dem Auto nachdem man durch Waldbegrenzte Straßen gefahren ist und schaut plötzlich auf unglaublich weiße Sanddünen.Wir haben sie dann beklettert und sind so weit gelaufen, dass man auf den Strand schauen konnte. Dann waren Jenny und ich grocky und haben uns den Autoschlüssel geben lassen. Die anderen probierten derweil sich zum Strand durchzuschlagen. Auf den Dünen war es unglaublich heiß, doch stetiger Wind machte es angenehm. Während wir auf die anderen drei warteten hatten wir uns in die Sonne gelegt und dort habe ich, trotz wolkenfreiem Himmel durch den Wind richtig gefroren!

Wettrennen ala starker Männer

Dort waren wir ungefähr 2/ 2 1/2h nachdem wir erst gegen 11:30 vom Campingplatz gestartet sind.

Immer geradeaus

Abends sind Lucas und ich noch schnell zum Warehouse um die letzten Weihnachtsgeschenke zu kaufen und dann waren wir alle glücklich und zufrieden zurück in der Lodge.
Die Orkas, man oh man.. wir haben jedem hier mindestens 5 Mal von unseren Orkas erzählt, gigantisch geiles Gefühl!

Weihnachten ist nun auch schon vorbei, es war zauberhaft wenn auch sehr traurig. Darüber aber später mehr!
Erstmal muss ich den kleinen schlummernden Lukas aus meinem Bett bekommen, Ulli muss zurück in sein Zimmerchen und auch Elisabeth muss Sven irgendwie aus ihrem Bett bekommen. Mittlerweile ist es dreiviertel 3, morgen geht es los mit dem Trip nach Gisborne. Da hitchhiken zu dritt bisschen blöd ist lasse ich Kerstin und Jessi alleine und mache mit mit Lukas auf den Weg über Coromandel nach Gisborne. Ich hoffe, dass wir gut ankommen. Ich berichte euch später wieder, lasst es euch gut gehen und nochmal.. Fröhliche Weihnachten aus Neuseeland !!

..habs schnell dem Ulli vom Blog geklaut, dass ist von heute vom Weihnachtsessen!

Strawberries / 2. Woche Kerikeri

16Dez2013

Hallo liebe Mitmenschen, ich habe mich aus meiner Schreibfaulheit erhoben! Wahnsinn!

Ganze 10 Tage ist mein letzter Post her, seitdem ist ne Meeeeeeenge passiert. Ich start mal mit dem 2. Advent, kein Plan welches Datum das war. Ist total komisch, die Zeit vergeht wie im Fluge und ich fühle mich wie in einem Rauschzustand. Vielleicht liegt das an meiner Übermüdung, vielleicht auch nur an den ganzen kranken Geschehnissen. Hab auch versucht "Tagebuch" zu führen, aber schon jetzt sind 3 Tage ohne Text da, weil ich einfach nicht remembere, what we´re gedoingt haben! 

Back zum Thema 2. Advent. Ich war wieder frühs arbeiten und hatte mich dann zu einem kleinen Nickerchen hingelegt. Später kam Luci rein und fragte, ob ich mit baden kommen wöllte. Nach 30min aus-dem-Bett-schälen bin ich dann mit 5 Kerlen zu Charlies Rock gefahren-ein Wasserfällchen mit Vorsprüngen, die perfekt zum hineinjumpen geeignet sind. Selbst ich bin gesprungen, auch wenns ein niedrigerer Vorsprung als der der Kerlewar.
Wetter hat gepasst, Wasser war mega angenehm und Wasserfälle sind ja eh äußerst romantisch. Es wurde viel über Fussball diskutiert, aber das gehört warscheinlich dazu wenn man nur mit männlichen Geschöpfen unterwegs ist! 
Waaaaasssser Tom, Lukas, Lucas. Das Bild ist mit Maltes Kamera entstanden, richtig guter Zoom! Malte, Lukas, Lucas, Brandon(?!) und Tom Malte Elegante Ischen Lukas und Lucas Wie die kleinen Kinder 

Aaaaaaaabends gabs dann Lasagne von Luci! Selfmade, perfect! Yummi Yummi sag ich da nur! Dadurch bin ich auch in die Essenskomune hineingerutscht. Aus diesem Grund hab ich dann am Montag gekocht. Ja Mama, GEKOCHT. G-E-K-O-C-H-T. Es gab russische Pelmeni mit Sour Cream und laut der ganzen (10 Leute) zufriedenen Mäuler scheints nice gewesen zu sein. Hach war ich stolz!

Danke an die fleißigen Helfer !! Prachtexemplare 

Ich glaube an dem Abend haben wir wieder bei Cider und Bierchen in der Küche gehockt, quasi das übliche.

Am Dienstag (bzw. Montag oder Mittwoch) war wiedermal arbeiten angesagt. Jedoch wurde die Straße nach Kerikeri frühs gebaut. Typisch neuseeländisch: "Hach, wir müssen die Straße ausbessern.. lass uns das doch an einem Montagmorgen machen, ist ja nur Berufsverkehr auf der einzigen Straße nach Kerikeri."
Meine Chefin hat mir dann ne SMS geschickt, dass sie mich bzw uns (Manami, Japanerin,30) erst eine Stunde später abholen kann. Prima.. man quält sich aus dem Bett, schleppt sich ins Bad, wird 2 Minuten vorm Abholen fertig und bekommt dann so ne SMS. Habe dann einfach ne halbe Stunde weitergeschlafen und bin dann los.
Der Tag war besonders, weeeeil mir der Wackentom einen Dayjob vermittelt hatte. 10:30 an der Lodge abholen und Cash hieß es. Wir haben dabei bei einem Umzug geholfen. Das Haus der Familie liegt ungefähr 25-30min von Kerikeri weg und befindet sich auf einem Privatgrundstück einer Immobilienfirma, hat also einen privaten Zugang mit Code und Privatstrand und Privatkühen und Privatwasser und Privathäusern.. alles privat.. also wirklich privat.. und sicher auch arschteuer.
Die Familie ist von ihrem alten in ihr neues Haus gezogen. Der Witz: die Häuser liegen ca. 70m auseinander. Jedoch ist bei dem neuen Haus die Aussicht besser und eitepedete lalalala. Mir solls Recht sein.

Die Aussicht von ihrem ersten Haus auf die Bucht und auf ihr neues Haus Das ist nun die Aussicht von der Terasse des zweiten Hauses.

Erst haben wir das ursprünglich bewohnte Haus ausgeräumt, später sind wir dann zweimal nach Kerikei gefahren und haben aus einer Garage Kisten geholt und sie auf den Anhänger gestapelt und zum Zweithaus geschafft. Durch meine Übermüdung bin ich im Auto eingeschlafen.
Insgesamt soll das heißen: ich habe ein Schweinegeld fürs mindestens Zweistündige Autofahren samt Schlafen und Mittagssnack bekommen. Anstrengend ist irgendwie was anderes.
Abends wollten wir ganzen Babygermans dann den Hobbit Teil 1 anschauen, da ja Donnerstag/Mittwoch die Premiere vom Hobbit Teil 2 war und wir uns einstimmen wollten bzw mussten. Dieser Film war nur leider auf Französisch, was quasi alle zum einschlafen brachte. Selbst Sarah, die Luxemburgerin ist und eine französische Mama hat, ist eingeschlafen. Ich verstehe den ganzen Sinn nicht.. schau ja eh am liebsten Harry Potter. Aber hey, wieder bisschen geschlafen.

Mittwoch war auchn cooler Tag. Hab, mal wieder, 2h Mittagsschlaf gemacht und habe dann, endlich, am Nachmittag meinen Bankaccount bekommen. Abends gabs schon gegen halb 7 Abendessen und mal wieder gab es Lasagne, dieses Mal aber von Chrissi, unserer Oma. Superlecker! Ich lass mich gern bekochen, wusstet ihr das? Den Abend vorher hatte ich selber keinen Bock zu kochen und hab mich mit meinem Löffelchen durch alle Töpfchen gefressen.. Cool
Abends, gegen 19:30, sind wir dann in eine Bay gefahren, eine Bucht. Wir sind leider erst im Dunkeln angekommen, aber bei Tageslicht soll es wunderwunderschön sein. Anlass war dieses Mal der Abschied vom Wackentom. Er also Bierpappen und Feuerholz gekauft und wir zu Zwanzigst ein schönes Lagerfeuer am Strand gemacht. Supergemütlich! 

Dann war auch schon Donnerstag und wir sind fast alle aus der Lodge zum Hobbit Teil 2 gegangen. Vorfreude war riesig, besonders bei Sarah und mir .. "Hobbit.. FTW..?!". Das Kino von Kerikeri ist ganz niedlich, ähnelt von der Größe der Schauburg, aber die Sitze sind mega gemütlich.. diese Gemütlichkeit haben wir auch ausgenutzt und sind gemeinsam eingeschlafen. Jedoch habe ich um einiges länger durchgehalten als Sarah, die schon nach ner knappen Stunde (von 3h) eingeratzt ist. Wir waren aber nicht die einzigen, Lukas und Lucas müssen auch gepennt haben. Laut den ganzen Herr-der-Ringe-Kennern und auch Hobbit-Bücher-Liebhabern war der Film der totale Reinfall. Malte saß nach dem Film starr in deinem Sitz und starrte vollkommen aufgelöst auf die Leinwand. Elisabeth hat vor Enttäuschung angefangen zu lachen und auch die Gesichter der Anderen sprachen Bände. Also ICH fand ja die Zwerge cool, aber zu viel Gemetzel und Rumgehampel. Weiterhin waren die 3D-Brillen echt unpraktisch beim Schlafen. 

Joa, weiter geht die Berichterstattung mit einem bzw zwei freien Tagen. Keine Erdbeeren, kein Weckergeklingel um 5:20, kein gar nichts! Einfach ausschlafen, frühstücken, chillen. Morgen (17.12.) hab ich auch wieder frei, weil ihr .. irgendwas morgen keine Früchte braucht. Jedoch beginne ich ab heute mit einem zweiten Job. Er ist dann immer von 3:30pm bis 8pm, also von halb 4 Nachmittags bis abends um 8. Der Lodgevater hat ihn mir vermittelt. Es gibt wieder Cash und es wird irgendwas mit Kiwis sein, genau weiß ich das aber auch nicht. Ich bleibe gespannt.

Freitagabend war ich Ewigkeiten auf und habe ganze zwei Stunden Schlaf bekommen. Die ganze Woche über wurden es immer weniger und weniger Stunden pro Nacht, dafür aber immer mehr Arbeit.. auf Arbeit. Momentan bin ich ganz ausgeglichen, vielleicht bilde ich es mir aber auch nur ein. Wenn ich frühs arbeiten muss bin ich in der Nacht meistens 2-3x munter, weil ich Angst habe meinen Wecker zu überhören. Heute Nacht war ich 3:45 und 4:48 munter. Das hilft nicht wirklich beim Schlafnachholen.

Samstag waren wir dann noch bei den Rainbowfalls. Ulli, Luci, Tom, Lukas, Sarah, Sven und ich alle rein ins Guilias Van und nach kurzem Anschieben gings dann ab. Die kleinen Kletteraffen sind alle über die Absperrung gesprungen, um näher am Wasserfall zu sein. Sarah, Ulli und ich sind auf Sicherheitsabstand geblieben. Schöne Bilder haben auch Lucas und Tom in ihrem Blog veröffentlich, den Link findet ihr auf der rechten Seite. Da ich frisch geduscht und frisch eingedieselt und glücklich war bin ich nicht mit ins Wasser.

groooßes Wasserfällchen  Lucas, Tom, Sexy Sven und Lukas Luci Leeeeeeeebensmüde ! Sarahlinchen Bärchen:)) hach Svennilein ! :D Meine SÜßE Sarah! :)

Gestern hatte ich wie gesagt frei. Trotzdem war es ein düsterer Tag, weil Sarah abgereist ist. Ich komme immer noch nicht drüber hinweg..:D Bin mit Sarah, Lukas, Malte, Ulli und Sven via Lodgeshuttle in die Stadt gefahren. Dort haben wir uns dann Käffchen/Kakaochen/Teechen geholt und uns in den Park gesetzt und auf den Bus gewartet. Dann gings los.. heulen, heulen heulen. Ich kriegs einfach nicht in den Griff. Aber Sarah ist mir eh total ans Herz gewachsen, wir haben viel zusammen am Pool oder draußen gechillt und einfach über Gott und die Welt gequatscht. Geplant ist ein Wiedersehen, vielleicht auch zwei oder drei. Evtl sehen wir uns auf Fiji und beim Ellie Goulding Konzert, aber ich will mal keine voreiligen Schlüsse ziehen.

Ich bekomme viele Fragen gestellt, kann ja für die Allgemeinheit ein paar beantworten.

Was machst du den ganzen Tag?
Ich bin meistens am Morgen arbeiten, komme dann nach Hause, verschwitzt, gehe duschen. Leg mich ins Bett/die Terasse/an den Pool und chille. Manchmal sind auch andere Menschen "Zuhause" und dann wird gemeinschaftlich gechillt. Abends kochen wir meist und spielen Volleyball. Ganz Abends wird dann das Bier samt Cider herausgeholt und Karten gespielt oder im sogenannten Poolhaus rumgehangen. Anlässe zum Trinken lassen sich immer finden. In letzter Zeit sind viele Verabschiedungen, was die Anlasswahl natürlich einfach macht.

Wie sieht dein Weihnachten aus?
Mein Weihnachten.. fällt indirekt aus. Man kommt einfach nicht in Weihnachtsstimmung. Sarah hat mir ihren Adventskalender vererbt, aber wenn man nichtmal das Datum und den Wochentag mitbekommt ist die Weihnachtseinstimmung noch schwieriger. Am 25. gibts hier großes Barbecue vom Hostel (Ha, dafür muss ich noch bezahlen..) mit All you can eat und all you can drink. Am 24. fahren wir warscheinlich alle zusammen nach Paihia an den Strand.. oder irgendwoanders hin... hauptsache Strand am Heiligen Abend.. HAHAHA!

Wie gehts dir? 
Danke ihr Lieben, mir gehts es soooo gut! Alles ist prima, ich verdiene Geld, lebe in einer neuen Familie, Essen viel, Trinke manchmal ( ;) ), lebe frei. Alles Prima!

 

Nach Weihnachten verschwinden hier fast alle und gegeben sich nach Gisborne, eine Stadt an der Ostküste der Westinsel, wo man den ersten Sonnenaufgang des neuen Jahres betrachten kann. Sobald ich weiß, wie ich dahin komme, ist alles gut. Bis dahin .. joa.. geschmeidig bleiben und abwarten.. was leichter gesagt als getan ist.

Meine Mäuse, entschuldigt meine Faulheit. Wenn man dauermüde ist hat man anderes zu tun als sein Köpfchen anzustrengen und sinnvolle Sätze herauszukriegen!
Evtl. trage ich noch paar Bilder oder Text nach, aber mir fällt grade nichts mehr ein .. See you! Cheers! (mit den Worten meiner Strawberrychefin..) 

Kerikeri

06Dez2013

Nummer Drei am heutigen Tag muss nun auch noch sein.
Ich hatte mir am Samstag einen Bus herausgesucht, um nach Kerikeri in den Norden zu kommen. Dort "leben" momentan Lucas und Tom, zwei Kerlies aus meinem ehemaligen Jahrgang. Um am Anfang und über die Weihnachtszeit nicht so allein zu sein dacht ich mir -gehste die doch besuchen-. Weiterhin sollten die Jobs hier oben auch ganz nett sein, also gings Montagfrüh (2.12.2013)  halb 8 ab dem Port in Auckland mitm Bus los. 4 1/2 h standen vor mir, welche ich aber größtenteils verpennt hatte, weil Jetlag und den 4 vorherigen Stunden Schlaf. Und wer mich kennt weiß, dass ich ein Murmeltier im Dauerwinterschlaf bin.
Die Fahrt war trotzdessen gigantisch. Endliche grüne Wiesen, weite Weiden, Bäume, Hügel und natürlich- endlich Strände- und Küstenbereiche samt Inseln und Buchten.
Ich hab mit dem Handy meine allerersten Eindrücke von der Landschaft festgehalten:

Irgendwas zwischen Auckland und Kerikeri Paihia, erster Eindruck

Ich hatte vorher in Auckland gegoogelt wo überhaupt die Lodge sein solle, in welcher Tom und Lucas leben bzw lebten. Der Busstop war, laut google, 1.8miles away. Hätte einen langen Fußmarsch gehießen. Ich den Guten gefragt, ob er mich irgendwo eher rauslassen kann. Ich wurde dann irgendwo im nirgendwo an einem roundabout, also, für Oma&Opa und meine Eltern, an einem Kreisverkehr hinausgeschmissen. Dort stand ich dann. Mutterseelenalleine, mit zwei Rucksäcken, bei Affenarschhitze. Bin dann einfach mal los und das sogar in die richtige Richtung. Immer gradeaus.. irgendwann bin ich dann stehen geblieben, weil ich dachte, dass es nicht so weit sein konnte. Kaum stehe ich und guck dumm rum hält neben mir ein Auto an. Stevie, Kerikeri-Mensch, Hippie, auf Welttour. Wollte mir einen Lift geben, also mich als Tramper mitnehmen. Mit einem "Can I trust you?" war alles geklärt und ich hatte nach 6 Tagen meinen ersten Lift. Gott bin ich cool!
Bin dann angekommen, hab eingecheckt in der Hideaway Lodge in Kerikeri und hab das 6erZimmer bezogen, in dem mich Elisabeth schon empfangen hat. Wenig später kamen auch noch Sarah und Jessi und haben mich ganz lieb aufgenommen. Joa, seitdem gammeln wir viel zusammen rum.

Die letzten beiden Tage hat es komplett 48h durchgeschüttet. Sowas hab ich noch nie gesehen.. Weltuntergang auf gedämpfte neuseeländische Art&Weise! 

Gestern waren wir dann in Whangerei, weil sich Elisabeth ein Auto anschauen wollte. Es war Kackwetter wohlbemerkt.. Sie also für Sarah, Elisabeth und mich Bustickets gebucht. Irgendwann sind wir los, so auf gut Glück wollten wir in die Stadt trampen und den Bus bekommen. Dieses Mal gabs keinen Lift für uns, aber ein Shuttle der Lodge, was Leute auf Arbeit brachte, hat uns dann aufgegabelt. Lange Rede kurzer Sinn.. sind nen weites Stück Richtung stadt gelaufen und waren damit klitschnass. Die Kälte und Nässe haben wir den ganzen fucking Tag nicht mehr herausbekommen. Autos gabs auch nur beschissene und gefroren haben wir auch. Naja.. wir frühs um 6 aufgestanden und dank eines netten Menschens waren wir gegen halb 10 mit einem Lift wieder Zuhause. Heiße Dusche, einmummeln und schlafen hieß es dann.

Aufwärmversuche Hässlichste Stadt bei hässlichstem Wetter Whangerei ist so hässlich, ich kann nichts anderes sagen.. Bus innerhalb Whangereis mit Sarah und Elisabeth Shoppingtime, hatten einfach zu viel Zeit! Ich sehe neben Sarah aus wie ein Käse! love her teint !! Miss my Family ._.

Am nächsten Tag, also gestern, wurde das Wetter gegen Mittag dann endlich wieder schön. Da wir eh kein Leben bzw keine Beschäftigung haben, haben wir uns an den Pool in die Sonne gehauen. THAT´S LIFE ! :))

 

In der Hideawaylodge kann man durch den "Hostelvater" Bryan Jobs vermittelt bekommen. Er ist in der ganzen Stadt bekannt und falls jemand eine zweite oder dritte helfende Hand braucht ruft er Bryan an. Von ihm bekommt man dann Dayjobs oder Langzeitjobs. Dadurch habe ich nun das Strawberrypicking vermittelt bekommen. Hatte mit vielen drüber gesprochen und alle meinten, ich sollte es eher nicht annehmen bzw. lachten. Die "Chefin" sollte ein Teufel sein und Strawberrypicking (Erdbeeren ernten) geht ziemlich auf Rücken und Oberschenkel. Ich dacht mir aber so scheiß drauf, du bist hier um alles zu machen,was du nie wieder machen wölltest oder kannst. Ich also zugesagt, egal was kommt.
Heute früh gings los.. schön viertel 6 aufstehen und gegen 6 aufm Feld stehen.

Erdbeerfelder  Feld Die zermatschten Beerchen.. riecht nach gegorenem Erdbeerwein Yeah Die wunderbar tollen Verkaufserdbeeren, selbstgepflückt bei Super-Marie mit abnormalstem Muskelkater ever

By the way.. das Tshirt, was ich trage, hab ich ausm Secondhandshop und es hat 2 Dollar gekostet und es ist an den Seiten ausgeschnitten und einfach perfekt! Und .. 2 Dollar (!!!).. ich liebe NEUSEELAND! :D

Momentan merke ich meine Oberschenkel und Muskelkater ist so gut wie vorprogrammiert. Aber ich muss sagen, dass es mir Spaß gemacht hat.Man steht in der Sonne, kann Musik hören und sein Ding machen.
Heute (6.12.) gings darum die ganzen zermatschten und vom Regen zerstörten erdbeeren auszusortieren, was wohl auch noch morgen und übermorgen so sein wird. Ich bleibe gespannt und hoffe, dass ich es auch körperlich gut überstehe.
Tja, jetzt als Nachtrag: heute, am 7.12., kann ich nicht mehr laufen. Ich bin eine Oma. Ich hatte sehr oft Muskelkater, aber nie sowas. Meine gesamten Beine sind im Arsch. Komplett. Ich stöhne bei jeder Bewegung, muss mir beim aufstehen helfen lassen und so weiter.. alteeeeer, ich will nicht meeeeeehr! Ich liebe die Arbeit, aber nicht meine Beine!

Das dumme an dem Job ist, dass man ab Mittag komplett frei hat und durch 3-4 Stunden nicht allzu verdient, aber ich habe was zu tun, bis ungefähr Weihnachten. Dann geht der Roadtrip weiter!

Was ich noch vergessen habe: auch hier gibt es Weihnachten und auch hier gibt es diese Dezember-Weihnachtszeit, deshalb haben wir uns billige Lichterketten und Girlanden gekauft und unser tristes Zimmerchen geschmückt. Abends, wenn auch die Temperaturen runtergegangen sind, kommste rein und fühlst dich heimisch.

lovely kreativ mit Klebeband


Drückt mir die Daumen und ich schicke vieeeel Sonne nach Hause!

Achja, ich leide unter einer Allergie.. keine ahnung welche, aber heute war den halben Tag lang mein rechtes Auge komplett zugeschwollen.. hiphiphurra -.- 

Auckland, Klappe die Zweite

06Dez2013

Weiter gehts mit dem Bloggen. Hab ja den ganzen Tag nüschd zu tun, also alles auf einmal.

So, ich habe mit dem 29.11 aufgehört. Mein schlaues Tagebuch sagt mir nun Samstag, den 30.11 vorraus.

Mount Eden samt aucklandview Lisaaaaa Beschde Gang der Welt! Henry, Sandra, Lisa und Tobi (v.l.) Landschaft Landschaft Du bist zu nah dran .. am Skytower.. ach Tobi.. :D

Samstag war Mount Eden Zeit. Mount Eden ist son erloschenes Vulkanileinchen im Stadtgebiet von Auckland und ich glaub es ist auch der bekannteste!
Wir sind gegen Mittag losgedackelt, natürlich mit dem Bus (Wandern-1,5h-NEIN?!). Vorher habe ich noch 2,2 kg "Übergepäck" nach Hause geschickt, unteranderem meine heißgeliebte Handtasche! Nun habe ich anstatt 4 Gepäckstücken nur noch 2 und ich habe das Gefühl, dass ich nu nicht mehr gleich nach zwanzig Metern zusammenbreche. Dafür hat sich das Geld auf jeden Fall gelohnt.
Joa, haben bzw. ich habe in der Post glaube 30 Minuten gebraucht . Intelligenz scheint ein weitverbreitetes Problem bei Officefrauen zu sein, aaaaaber egal.
Wir (Sandra, Henry, Lisa, Tobi und ich) sind dann also losgezogen und hatten schönstes Wetter, soweit ich weiß.Oben angekommen (Scheiß Raucherlungen :D) pfiff es dann wie sonstewas. Konntest dich hinstellen und wegwehen lassen, aber die Aussichten über die ganze Stadt haben alles wieder wett gemacht.
Sind dann wieder chillig Richtung Innenstadt und waren dann als "Mittagessen" bei BURGERFUEL! GOTT IST DAS GEIL:! Teuer, aber geile Burger UND hammergeile French Fries, quasi die dicken und leckeren Pommesvarianten von McDoof. Ich glaube wir waren alle voll bis oben hin, aber es war halt auch Orgasmus pur.

1/3-Pfunder ! *_*

Abends waren wir dann natürlich sooo müde, frische Luft und Bewegung versteht sich und haben dann wieder maln Chillerchen gemacht. Dazu gabs 6,99 Dollar-Wein, den billigsten dens gab. Ging, läuft, gut.

Chillerchen

unnnnd nun kommen wir zum Highlight! 1. Advent in Neuseeland..
Sonne! Sehter? Strand, Sonne, 1. Advent Devonport Devonport.. Sandstrand! Die Dinger sehen alle gleich aus und stehen überall rum. Drunter-die Gang Baden am ersten Advent. Läuft bei uns! einfach genießen Irgendson Hügel...... Lisa, wiedermal

Ist das geil oder ist das geil? Habe auf Instagram schon einige Neider gesehen und nun dürft ihr mich mit euren neagtiven Worten bewerfen.
Es
war
traumhaft !!!
Sommer, Sonne, Strand, Palmen.. und das an einem ersten Advent! Auch das Wasser war Badewannenwarm. Perfekt!
Sind dazu nach Devonport mit der Fähre gefahren. Das befindet sich auf dem anderen Arm einer Einmündung in Auckland. Überall sind kleine Inseln, Hügel und die Straßen samt Häuser sehen aus wie im Ammiland. Perfekte Kopien! Nachmittags gabs dann ne riesige Portion Fish&Chips, was den aufkommenden Wind samt Kälte wieder wett machte.

Abends haben wir dann wieder die Dachterrasse genossen, bei 6,99-Dollar-Wein und dem gut investierten deutschen Bierchen! :D Hab dann gegen dreiviertel 3 geschlafen mit der Aussicht auf um 6 aufstehen. Aber hat geklappt, weiteres folgt..

 

Liebste Grüße !!

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